Familie & Soziales
Öffentliche Plätze für Jugend ausweiten
Die Freien Wähler Seligenstadt möchten attraktive, frei zugängliche Aufenthaltsorte schaffen, an denen sich Jugendliche treffen können. Bestehende Flächen wie bspw. das Mainufer, die Bleiche oder den Platz der Freundschaft sollten weiterentwickelt werden. Dabei ist es uns wichtig, Jugendliche frühzeitig in die Planung und Gestaltung einzubeziehen, um bedarfsgerechte und gut genutzte Angebote zu schaffen. Ein aktuelles und konkretes Beispiel für unser Engagement im Bereich jugendgerechter öffentlicher Räume ist unser Antrag zur Einrichtung eines öffentlich zugänglichen Volleyballfeldes in Seligenstadt. Dieses Projekt steht exemplarisch für unser Ziel, mehr frei nutzbare, niedrigschwellige Bewegungs- und Aufenthaltsangebote für Jugendliche und junge Menschen zu schaffen.

Ein Volleyballfeld bietet die Möglichkeit zu sportlicher Betätigung, sozialem Austausch und selbst organisierter Freizeitgestaltung ohne Mitgliedschaft oder Kosten. Gerade solche Angebote tragen dazu bei, öffentliche Räume positiv zu beleben und Nutzungskonflikte zu reduzieren. Die in der derzeitigen Diskussion angeführte Haftungsfrage sehen wir als lösbar an. Die Stadt übernimmt bereits heute Verantwortung für vergleichbare öffentliche Anlagen wie Spiel- oder Bolzplätze. Bei fachgerechter Planung, Umsetzung und regelmäßiger Kontrolle (genauso wie bei jedem anderen Spielplatz auch) ist ein solches Angebot rechtlich und organisatorisch gut abzusichern. Wir verstehen das Volleyballfeld daher nicht nur als Einzelprojekt, sondern als Teil eines Gesamtkonzepts.
Einsamkeit im Alter bekämpfen - Leihgroßelternnetzwerk
Das Leihgroßeltern-Modell fördert den generationenübergreifenden Austausch und kann auch für junge Familien und Senioren eine wichtige soziale Unterstützung sein. Solche Netzwerke stärken den Zusammenhalt und beugen Einsamkeit im Alter vor. Viele Familien verfügen heute nicht mehr über Großeltern vor Ort oder haben im Alltag nur begrenzte Unterstützungsmöglichkeiten. Ein organisiertes Leihgroßelternnetzwerk kann hier niedrigschwellige Hilfe leisten, etwa durch Zeit zum Vorlesen, Begleitung zu Freizeitaktivitäten oder einfach durch verlässliche Bezugspersonen außerhalb der Kernfamilie. Gleichzeitig bietet ein solches Netzwerk auch älteren Menschen die Möglichkeit, ihre Lebenserfahrung einzubringen und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.
Aus Sicht der Freien Wähler Seligenstadt ist die Förderung von Familien sowie von sozialen Begegnungsräumen zwischen den Generationen ein wichtiger Baustein kommunaler Sozialpolitik. Ein Leihgroßelternprojekt wäre (gut koordiniert und begleitet) ein wertvoller Beitrag zur Prävention von Überforderung, sozialer Isolation und Vereinsamung.



Streetworkerstruktur etablieren
An den bekannten Hotspots in der Stadt lassen sich diverse Situationen durch direkte Kommunikation oft entschärfen. An Schulen, Bahnhof und anderen Treffpunkten schlichten und intervenieren Streetworker, wenn keine Kommunikation mehr zwischen den gegenüberstehenden Parteien stattfindet. Um Missverständnisse sowie kriminelle Übergriffe bei Jugendlichen zu befrieden und zur gezielten und besseren Kommunikation ist die Sozialarbeit ein wichtiger Faktor. Solche Strukturen lassen sich durch die Kommune koordinieren und etablieren, sodass wir Beobachtern und Unbeteiligten Ängste nehmen und klare Werte und Strukturen vermitteln.

