FWS kommen mit beiden Bürgermeisterkandidaten klar

Mit den beiden für die Bürgermeisterwahl zur Verfügung stehenden Kandidaten Dr. Daniell Bastian und Michael Gerheim führte der Vorstand der Freien Wähler über Videokonferenzen ausführliche Gespräche, bei denen viele für die Stadt wichtige Themen zur Sprache kamen und abgefragt wurden. FWS-Vorsitzender Jürgen Kraft erinnerte daran, dass die Freien Wähler Seligenstadt Dr. Daniell Bastian vor sechs Jahren als parteiübergreifenden Kandidaten bei der Wahl intensiv unterstützt hatten und man sich daher auch jetzt nicht gegen ihn aussprechen wird. Allerdings habe sich durch die vergangene Kommunalwahl das Ein oder Andere verändert. Die Tatsache, dass Daniell Bastian zusammen mit Dagmar Nonn-Adams als Spitzenkandidaten die FDP-Liste anführten, mache es den Wählern schwer, bei der jetzt anstehenden Bürgermeisterwahl in ihm auch wieder den „parteiübergreifenden Kandidaten“ zu sehen. Während Bastian wegen seines Bürgermeisteramtes das Mandat für die Stadtverordnetenversammlung nicht annehmen konnte, hatte es die ehemalige Bürgermeisterin Nonn-Adams ebenso auch abgelehnt, den Sitz im Stadtparlament einzunehmen, nachdem sie mit ihrem Spitzenplatz für die FDP-Liste Stimmen gesammelt hatte.

FWS-Fraktionsvorsitzender Matthias Rupp würdigte die gute Zusammenarbeit in der vergangenen Koalition mit Daniell Bastian sowie aber auch mit Michael Gerheim, der sich zügig in seine neuen Aufgaben als 1. Stadtrat eingearbeitet habe. Ihm gebühre auf jeden Fall großer Respekt dafür, dass er sich als Gegenkandidat zu dem Amtsinhaber zur Wahl stelle. In der Demokratie sollten die Wähler eben auch immer eine Wahlmöglichkeit haben und nicht darauf angewiesen sein, bei nur einem Kandidaten lediglich „Ja“ oder „Nein“ sagen zu können. Sven Buchsteiner 2. Vorsitzender der Freien Wähler Seligenstadt, lenkte den Blick auf die Gegenwart und machte darauf aufmerksam, dass durch die neue Koalition (CDU 13 und FDP 8 Sitze) Daniell Bastian auch als ein CDU-Kandidat betrachtet werden könne, da es aus deren Reihen keine weiteren Bewerber bis zur Meldefrist am 19.07.2021 gegeben hat.

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Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung der Freien Wähler extra zu dieser Thematik wurde schnell klar, dass die überwiegende Mehrheit sich für eine neutrale Positionierung der Wählervereinigung in dem diesjährigen Bürgermeister-Wahlkampf ausspricht. FWS-Pressesprecher Hagen Oftring kommentiert zusammenfassend, beide Kandidaten haben ihre Stärken in unterschiedlichen Bereichen. Die Bürgerinnen und Bürger Froschhausens, Klein-Welzheims und Seligenstadts hatten in den vergangenen Jahren ausreichend Zeit, um sich selbst ein eigenes Bild über die beiden zur Wahl stehenden Hauptamtlichen zu machen. Wir hoffen auf eine gute Wahlbeteiligung am 26. September, sodass ein demokratische Ergebnis auch möglichst repräsentativ für das Stimmungsbild der Bevölkerung sein wird.